Es gibt Pariser Modemarken, die Distanz als Designprinzip verstehen. Ami Paris ist das Gegenteil davon. Der Name ist Programm: Ami bedeutet Freund. Kein Ironie, keine Überhöhung.
Alexandre Mattiussi gründete Ami Paris 2011 mit einer einfachen These: Pariser Eleganz muss nicht unnahbar sein. Zehn Jahre später ist Ami das Beweisstück.
Alexandre Mattiussi gründete Ami Paris 2011 mit einer einfachen These: Pariser Eleganz muss nicht unnahbar sein. Zehn Jahre später ist Ami das Beweisstück.
Alexandre Mattiussi arbeitete bei Dior, Givenchy und Marc Jacobs – also genau dort, wo französische Mode ihre Überhöhung perfektionierte. 2011 gründete er Ami Paris, weil er Kleidung machen wollte, die echte Menschen tragen. Keine Runway-Fantasien. Keine konzeptuellen Gesten. Sachen, die morgens funktionieren und abends noch gut aussehen.
Das Ami-de-Coeur-Logo – ein Herz mit dem Buchstaben A – ist eines der wenigen Logos, das man zeigen kann ohne damit eine Aussage machen zu müssen. Es ist warm, nicht aggressiv. Wer Ami trägt, signalisiert Geschmack, nicht Status. Das ist der Unterschied.
Die Schnitte sind pariserisch im besten Sinn: nicht zu eng, nicht zu weit, konstruiert für Bewegung. Die Farbpalette ist konservativ – Marineblau, Camelbraun, Off-White, Schwarz – und genau deshalb zeitlos.
„Ich wollte Kleidung für meinen besten Freund machen – und dachte, vielleicht will das auch jemand anderes." — Alexandre Mattiussi
Der Ami-Wollmantel in Camel ist ein Stück, das man einmal kauft und zwanzig Jahre trägt. Die Strickwaren – besonders die Logo-Patches auf Merinowolle – zeigen, dass das Label Qualität als Selbstverständlichkeit betrachtet. Für den Alltag: die klassischen Chinos in Marineblau und die Hemden mit dem kleinen Herz auf der Brust.
Trendio-Einschätzung
Ami Paris ist der seltene Fall einer Marke, die gewachsen ist ohne dabei zu verlieren, was sie ursprünglich ausmachte. Das ist keine Selbstverständlichkeit in einem Markt, der Wachstum über alles stellt.